Brieftauben mit seltenen Farben
  • Farbige Brieftauben vom Niederrhein

Indigo

mischerbig-Indigo-gehämmert

(Foto: Gerlach)

 

Indigo ist ein dominanter, nicht geschlechtsgebundener Erbfaktor der bei Reisebrieftauben aufgetreten ist.

Er wurde erfolgreich auch auf andere Rassen übertragen und ist ein anerkannter Farbschlag in der Rassetaubenzucht.

Sehr bekannt bei Brieftauben und auch verbreitet sind die mischerbigen Varianten auf blaugehämmert und -bindig.

 

mischerbig-Indigo-bindig

(Foto:Gerlach)

"Indigo" bezeichnet die bläuliche Färbung des gesamten Gefiedergrundtons, wo bei den gezeichneten Tieren die Schwanzbinde ausbleicht, bzw. verschwindet und in der Hämmerung und Bindengegend eine bronzefarbene Einlagerung (Indigobronze) entstehen lässt.

mischerbig-Indigo-dunkelgehämmert

(Foto:Gerlach)

Bei den dunkelblaugehämmerten Tieren kommt diese Bronze besonders zur Geltung.

 (Foto: H.v.Wijk NL)

Wie bei diesem Tier, wo die Hämmerung auf dem Flügelschild schon geschlossen ist.

Die weniger bekannte, reinerbige Variante der Indigos, erinnert schon fast an dominant rote Tiere, doch bleiben bei den reinen Indigos immer bläuliche Abzeichnungen, besonders im Rücken, sichtbar.

                                        Täubin: reinerbig-Indigo-gehämmert

Diese reinerbigen Tiere, mit blauen oder blaugehämmerten Partnern verpaart, bringen in der Nachzucht ausschließlich mischerbige Indigos!

mischerbig-Indigo-gehämmerte 0.1

 

Tritt zu dem Indigofaktor in Mischerbigkeit der Ausbreitungsfaktor für Farbe (Einfarbigkeit), so entstehen die auch recht verbreiteten mischerbigen Andalusierblauen.

0.1 mischerbig-andalusierblau-gescheckt

1.0 mischerbig-andalusierblau

(Foto: Gerlach)

 

Diese Indigos und Andalusierblauen sind, wie auch gezeichnete und einfarbig Schwarze, mit anderen Faktoren wie Schimmel, Tiger u.v.a. zu kombinieren.

"Pseudo Tiger"

Das dominant Rot wird von Indigo im Erscheinungsbild nicht oder kaum verändert, wohl aber weitervererbt. Braun wird durch Indigo unsauber verwaschen, was aber nicht besonders attraktiv aussieht.

0.1 andalusierblau auf Braun

                                         

Indigo dkl. gehämmert mit Tigerfaktor

 

Werden mischerbige Andalusierblaue miteinander verpaart, erhält man, wie auch bei den gezeichneten Varianten, reinerbige Tiere.

0,1 reinerbig-andalusierblau

So ein Tier, mit einem einfarbig schwarzen Partner verpaart,

 bringt nur(!) mischerbig-andalusierblaue Nachzucht.

Verpaart man wiederum rein- mit mischerbige Tiere, so erhält man in der Nachzucht rein- und mischerbige Jungtiere.

 

Jungtiere in rein- und mischerbig-andalusierblau

 

 

reinerbige Andalusierblaue Jungtiere in verschiedener farblicher Ausprägung in 1995

Bei den andalusierblauen Tieren spielt es auch noch eine große Rolle, welche Zeichnungsanlage unter der Einfarbigkeit liegt. Das zeigt sich später in den mehr oder minder starken Bronzeeinlagerungen im Flügelschild. Wie bekannt, bringt eine darunter liegende Hämmerung viel rostige Säumung, wie auch bei den meisten einfarbigen Farbschlägen. Die Binden darunter zeigt sich halt nur in der Bindengegend und werden durch die Einfarbigkeit am ehesten überdeckt und das lässt schöne, saubere Färbungen zu.

 

 Auch Kombinationen mit dem Verdünnungsfaktor lassen sehr ansprechende Varianten entstehen, wovon viele aber kaum gezüchtet werden, da man doch einige Jahr und Verpaarungen braucht, um Diese zu erlangen.

verdünntfarb., gehämmerter, mischerb. Indigo

 

reinerbig. andalusierblau mit Verdünnung

(leider schlechtes Foto, 1994!)

Die Färbung geht von einem gräulichen Kopf über ein creme-silber-weißliches Rumpfgefieder bis zu einem fast weißen Schwanz!

 

von links nach rechts:

reinerbig-andalusierbl., verdünntfarben-mischerbig-andalusierbl. mit Scheckung,

verdünntfarben-reinerbig -andalusierbl. und mischerbig-andalusierbl.